Machen Sie sich Gedanken über Ihr Spielverhalten – oder das eines nahestehenden Menschen? Dieser Test orientiert sich an den international anerkannten Kriterien für Glücksspielstörung (DSM-5) und kann eine erste Einschätzung geben, ob professionelle Unterstützung sinnvoll sein könnte.
So führen Sie den Test durch
Lesen Sie jede Frage sorgfältig durch und überlegen Sie, ob das Beschriebene in den letzten 12 Monaten auf Sie zugetroffen hat. Klicken Sie bei jeder Frage auf Ja oder Nein – die Auswertung aktualisiert sich sofort. Sie können Ihre Antworten jederzeit ändern.
Die Testfragen
Auswertung
Aktuell zeigen sich kaum Anzeichen einer problematischen Spielproblematik. Behalten Sie Ihr Spielverhalten im Blick und spielen Sie nur mit Beträgen, deren Verlust Sie sich leisten können.
Es bestehen Hinweise auf ein problematisches Spielverhalten. Ein Gespräch mit einer Fachberatungsstelle oder der BZgA-Hotline (0800 1 37 27 00) kann helfen, das Ausmaß einzuschätzen und erste Maßnahmen einzuleiten.
Die Antworten deuten auf eine ausgeprägte Glücksspielstörung hin. Bitte suchen Sie zeitnah professionelle Hilfe auf: BZgA-Hotline (0800 1 37 27 00), lokale Beratungsstelle oder Arzt. Je früher Hilfe in Anspruch genommen wird, desto besser sind die Genesungschancen.
BZgA-Hotline: 0800 1 37 27 00 – kostenlos, anonym, täglich 10–22 Uhr.
Oder finden Sie eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe.
Was bedeuten die Testergebnisse?
Die neun Fragen dieses Tests entsprechen den Diagnosekriterien für Glücksspielstörung nach DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 5. Auflage). Fachärzte und Therapeuten nutzen diese Kriterien als Grundlage für eine klinische Diagnose – der Selbsttest gibt lediglich eine erste Orientierung.
Wichtig: Auch wenn der Test kein hohes Risiko anzeigt, aber Sie das Gefühl haben, das Spielen belastet Sie oder andere, lohnt sich ein Gespräch mit einer Fachperson. Scham ist dabei kein guter Ratgeber – Beratungsstellen sind neutral und vertraulich.
Nächste Schritte
- Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden
- Selbsthilfegruppen kennenlernen
- Bei ausgeprägter Problematik: Fachkliniken für stationäre Behandlung
- Kostenlose Hotline: 0800 1 37 27 00
Häufig gestellte Fragen zum Selbsttest
Wie verlässlich ist dieser Selbsttest?
Der Test orientiert sich an den DSM-5-Kriterien, die von Fachleuten weltweit für die Diagnose von Glücksspielstörung verwendet werden. Als Selbsttest hat er jedoch Grenzen: Er kann keine vollständige klinische Diagnose ersetzen und ist abhängig davon, wie ehrlich die Antworten gegeben werden. Eine professionelle Einschätzung durch Arzt oder Therapeut bleibt der zuverlässigste Weg.
Kann ich den Test auch für eine andere Person ausfüllen?
Ja, Sie können den Test auch aus der Perspektive eines nahestehenden Menschen ausfüllen, wenn Sie sich Sorgen um dessen Spielverhalten machen. Beachten Sie dabei, dass Sie dessen Verhalten möglicherweise nicht vollständig kennen. Ein direktes Gespräch oder die Nutzung der Angehörigenberatung (BZgA-Hotline) ist empfehlenswert.
Was sind die Diagnosekriterien für Glücksspielstörung nach DSM-5?
Die DSM-5-Diagnose Glücksspielstörung erfordert mindestens 4 von 9 Kriterien innerhalb von 12 Monaten, wobei die Symptome zu erheblichen Beeinträchtigungen oder Leiden führen. Eine milde Störung liegt bei 4–5 Kriterien vor, eine mittelschwere bei 6–7 und eine schwere bei 8–9 Kriterien.
Sollen meine Angehörigen wissen, dass ich den Test gemacht habe?
Das ist Ihre persönliche Entscheidung. Viele Betroffene machen den ersten Schritt ganz allein und suchen zunächst anonym Beratung. Das ist vollkommen in Ordnung. Wenn Sie das Gespräch mit Angehörigen suchen möchten, kann eine Beratungsstelle dabei helfen.
Was, wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich „Ja" oder „Nein" antworten soll?
Wenn Sie wirklich unsicher sind, ob ein Verhalten zugetroffen hat, können Sie es als halbes „Ja" zählen oder bei Ihrer Auswertung nach oben runden. Im Zweifelsfall ist ein Gespräch mit einer Fachperson aussagekräftiger als ein Selbsttest.
Macht Glücksspielen automatisch abhängig?
Nein. Die meisten Menschen, die Glücksspiele nutzen, entwickeln keine Sucht. Risikofaktoren sind unter anderem eine genetische Disposition, frühere Suchterkrankungen, psychische Belastungen und ein einfacher Zugang zu Glücksspielen. Glücksspielsucht ist eine psychische Erkrankung, keine Charakterschwäche.
Was ist der Unterschied zwischen Spielsucht und Spielleidenschaft?
Eine Spielleidenschaft bleibt kontrollierbar – man kann aufhören, wenn man möchte, und das Spielen beeinträchtigt das restliche Leben nicht wesentlich. Bei Spielsucht ist die Kontrolle verloren gegangen: Das Spielen hat Vorrang vor Familie, Beruf und Gesundheit, und Abstinenzversuche scheitern wiederholt.
Ist Online-Glücksspiel suchtgefährdender als Spielhallen-Glücksspiel?
Fachleute weisen darauf hin, dass Online-Glücksspiele durch ihre ständige Verfügbarkeit, die hohe Spielgeschwindigkeit und den einfachen Zugang möglicherweise schneller zu problematischem Verhalten führen können. Eine pauschale Aussage ist aber schwierig – suchtgefährdend ist das Glücksspiel stets in Abhängigkeit von individuellen Risikofaktoren.